Anwender:
Bombardier Aerospace Belfast

JETCAM Expert Premium

Firmeninformation

Gründungsjahr:
1908
Mitarbeiter:
Über 65.000 weltweit

Unternehmen:
Einer der weltweit führenden Hersteller von Flugzeugen und Komponenten für die Luftfahrtindustrie

Maschinen:
Trumpf 260 BFZ Fräsmaschine
Shoda TR Fräsmaschine
Trumpf 240R Stanz-/Nibbelmaschine
Trumpf TC200R Stanz-/Nibbelmaschine

Bombardier Aerospace Belfast, Nordirland, gegründet im Jahr 1908 unter dem Namen Short Brothers, sicherte sich frühzeitig die britischen Herstellerrechte für die Wright-Flyer-Flugzeuge und wurde so zum ersten Flugzeug-Hersteller der Welt. 1989 wurde Short Brothers von Bombardier Canada aufgekauft und ist seitdem Teil der Bombardier-Gruppe, die heute 65.000 Menschen auf fünf Kontinenten beschäftigt. Als einer der führenden Hersteller von Flugzeugen und Komponenten für die Luftfahrtindustrie ist das Unternehmen immer auf der Suche nach Möglichkeiten zur Rationalisierung seiner betrieblichen Abläufe.

Anforderungen

BombardierDie CNC-Fräsmaschinen bei Bombardier in Belfast wurden bis 2003 von einem veralteten amerikanischen CAM-System gesteuert. Die damit verbundenen Einschränkungen wurden mit der Zeit immer unzumutbarer, aber die Kosten für ein Upgrade des Systems wären enorm gewesen. Ein weiteres Problem bestand darin, dass zu der Zeit eine neue Shoda TR-Fräsmaschine zusammen mit der bereits vorhandenen Hochgeschwindigkeits-CNC-Fräszelle getestet wurde und dass die zusätzlichen Kosten für einen neuen Postprozessor und den erforderlichen Maschinensupport für das alte System ebenfalls zu hoch gewesen wären. Bombardier entschied daher, die Möglichkeit zu prüfen, auf ein neues System zu wechseln, das auf dem neuesten Stand der Technik ist und die erforderlichen Funktionen mitbringt. Hierzu wurde 2002 ein Testprogramm zum Leistungsvergleich von drei verschiedenen CADCAM-Systemen gestartet, darunter das JETCAM Expert-System.

Drew McCoubrey, der CADCAM-Gruppenleiter bei Bombardier in Belfast erinnert sich: "JETCAM Expert schnitt in den Vergleichstests am besten ab und das in vielerlei Hinsicht. Nicht nur unter rein technischen Aspekten sondern auch in den Punkten Einfachheit der Bedienung und grafische Darstellung war es den anderen Systemen bei weitem überlegen." Ein anderer Faktor, der bei Bombardiers Entscheidung eine Rolle spielte, war laut Drew McCoubrey das Thema Materialverbrauch: "In unseren Vergleichstests sahen wir bei JETCAM durchweg einen um 10-15% geringeren Materialverbrauch im Vergleich zu unserem damaligen System, was ein beachtliches Einsparpotential ergab."

Die JETCAM-Lösung

Das JETCAM Expert Premium-System wurde im Jahr 2003 mit Stapelverarbeitung und automatischem Frei-Form-Schachteln installiert. Darüber hinaus lieferte JETCAM eine direkte Verbindung zu Bombardiers PPS-System, um zu ermöglichen, dass Aufträge elektronisch eingelesen werden können.

Der Wechsel zum JETCAM-System brachte eine deutliche Verringerung der Programmierzeit durch die Automatik-Funktionen in JETCAM. Komplexe Teile, für die früher zehn Minuten veranschlagt werden mussten, werden nun in weniger als zwei Minuten erzeugt, wobei der NC-Code sogar unmittelbar für beide Maschinen verfügbar ist, statt wie früher nur für eine. Drew McCoubrey schreibt dies vor allem der leichten Erlern- und Bedienbarkeit des Systems zu: "Unsere Ingenieure waren angenehm überrascht von der kurzen Schulungsphase, nach der unsere Mitarbeiter direkt mit der Arbeit loslegen konnten. Dies bestätigte den Eindruck der Bedienerfreundlichkeit, den wir schon bei den Vergleichstests gewonnen hatten. JETCAM Expert ist wirklich einfach zu lernen und kommt durch die Automatik-Funktionen ohne die komplizierten Abläufe aus, die wir bei anderen Systemen beobachten konnten. Solche Automatik-Funktionen in JETCAM sind zum Beispiel die automatische Zerstörung von Innenkonturen und das automatische Platzieren von Schruppbahnen."

Bombardier Für ein Projekt dieser Größenordnung kann es keine Softwarelösung von der Stange geben, die alle Anforderungen auf Anhieb erfüllt. An einem Minimum an maßgeschneiderter Entwicklung kommt man in einem solchen Fall einfach nicht vorbei, wenn man den sehr individuellen Anforderungen gerecht werden möchte. Drew McCoubrey meint hierzu: "Angesichts der hohen Anforderungen an die Entwicklung haben wir uns mit JETCAM auf einen Implementierungsplan geeinigt, der eine Entwicklung am laufenden System vorsah. Das hat reibungslos funktioniert: JETCAM hat alle geforderten Erweiterungen geliefert und unsere Erwartungen bezüglich der automatischen Erzeugung von Schruppbahnen sogar übertroffen."

"Ursprünglich hatten wir angefordert, dass die Funktion der automatischen Erzeugung von Schruppbahnen entwickelt wird, damit wir nicht mehr wie in unserem alten System an jedem Teil von Hand die Fräsbahn korrigieren mussten. JETCAM hat dies sehr schnell realisiert und ging dabei sogar noch einen Schritt weiter: Es wurde eine Lösung programmiert, die dafür sorgte, dass Schruppbahnen nicht um Stege herum platziert werden, damit diese nicht nachträglich entfernt werden müssen. Durch diese Verbesserung haben wir Einsparungen von 30 Sekunden pro Teil erreicht."

"Supportanrufe von Bombardier-Mitarbeitern bei JETCAM waren in den ersten sechs Monaten nach der Installation von JETCAM um ca. 60% seltener als beim Vorgängersystem in der gleichen Phase. Da viele Prozesse in JETCAM automatisiert sind wie zum Beispiel die automatische Nietenplatzierung und da die Nieten mit der einzelnen Teilegeometrie verbunden sind, was im vorherigen System nicht der Fall war, haben sich auch die damit verbundenen Probleme erledigt. Dadurch waren die Supportanfragen bei JETCAM weitaus weniger komplex und somit auch schneller zu bearbeiten."

Bombardier JETCAM gibt in regelmäßigen Abständen neue Versionen der Software heraus, die neue Funktionen für die verschiedenen Schnitttechnologien enthalten. Bombardier hat einen jährlichen Update-Vertrag abgeschlossen, der kontinuierlich neue Einsparmöglichkeiten bringt. Drew McCoubrey hierzu: "Durch den Update-Vertrag erhielten wir eine neue Funktion, die uns erlaubte, jede einzelne durchgeführte Schachtelung und jede Maschinenaktion detailliert zu analysieren. So konnten wir die Werkzeugdaten einzeln auf die Anzahl der geschnittenen Löcher pro Fläche und die Anzahl der Hübe für jedes Werkzeug herunter brechen. Auf Grundlage dieser Daten können wir nun detaillierte Analysen zur Kostenreduktion durchführen. Einer der deutlichsten Vorteile des Wechsels zu JETCAM sind zudem die finanziellen Einsparungen, die sich durch die geringen Wartungskosten ergeben, die nur die Hälfte der Wartungskosten für das frühere System ausmachen."

Bombardier Aerospace Belfast wird auch weiterhin an der Optimierung der Herstellungsprozesse arbeiten. Geplant ist zum Beispiel, die Trumpf 260 BFZ-Fräsmaschine durch eine zusätzliche Shoda TR-Fräsmaschine mit modernem Funktionsumfang zu ersetzen. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird auch bei dieser Installation die Wahl auf JETCAM fallen. Drew McCoubrey resümiert: "Ursprünglich haben wir JETCAM ausgewählt, weil es unsere technischen Anforderungen am besten erfüllt und das zu einem günstigen Preis. Diese Entscheidung hat sich mehr als bezahlt gemacht: Wir programmieren nun für zwei Maschinen statt für eine, und das mit Programmierzeiten, die im Vergleich zum alten System um 30% reduziert sind, dazu kommen noch enorme Materialeinsparungen. JETCAM war uns dabei mit seiner Fachkompetenz in den Bereichen CNC-Technik und Software-Programmierung eine große Unterstützung."

Auf einen Blick

  • JETCAM ersetzte ein veraltetes UNIX-basiertes System, für das ein Upgrade schon allein aus Kostengründen nicht in Frage kam
  • Programmierzeit bis zu 90% reduziert. Komplexe Teile werden nun in weniger als zwei Minuten programmiert
  • 10-15% Materialeinsparung im Vergleich zum früheren System
  • Weiterentwicklungen in JETCAM-Updates reduzierten Herstellungsdauer um 30 Sekunden pro Teil.
  • Programmierung für die doppelte Anzahl von Maschinen mit einer Reduktion der Programmierzeiten um 30%
  • Anzahl anfänglich erforderlicher Supportanfragen 60% geringer als beim vorigen System und nun minimal
  • Jährliche Support-Kosten nun 50% geringer als früher

Kommentare:
Bombardier"Die Entscheidung für JETCAM hat sich mehr als bezahlt gemacht: Wir programmieren nun für zwei Maschinen statt für eine, und das mit Programmierzeiten, die im Vergleich zum alten System um 30% reduziert sind, dazu kommen noch enorme Materialeinsparungen."
Drew McCoubrey,
CADCAM-Gruppenleiter bei Bombardier Aerospace Belfast